15.10.2019 - 15.10.2019 ab 18h30

Buchpräsentation

Vorstellung der neuen Edward Steichen-Biographie von Gerd Hurm
Konferenz

Am Dienstag, den 15. Oktober um 18.30 Uhr im Cercle Cité präsentiert der Autor Gerd Hurm sein neues Buch in einer Vorpremiere in Luxemburg und stellt sich dabei den Fragen von Hubert Spiegel, Fotografie-Experte und Feuilletonredakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die faszinierende Lebensgeschichte des in Luxemburg geborenen amerikanischen Fotografen und vielfältigen Künstlers Edward Steichen steht im Zentrum der vorliegenden Darstellung. Diese Entdeckungsreise spürt anhand neuer Recherchen dem Rätsel nach, weshalb in Büchern über die Moderne Steichens Kunstprojekte und sein Einsatz für Pazifismus, Menschenrechte, Gleichberechtigung und Ökologie nur selten zu finden sind. Die biografische Studie erörtert dadurch ungeahnte Zugänge zu Steichens Gesamtwerk. Den Luxemburger Steichen-Sammlungen, allen voran der Installation „The Family of Man“ in Clervaux (Unesco-Weltdokumentenerbe, 2003), fällt hierbei eine besondere Rolle zu. Das Buch erscheint im Rahmen der Reihe „Lëtzebuerger Biografien“ bei den Editions Saint-Paul Luxemburg in Zusammenarbeit mit dem Centre national de l’audiovisuel (CNA).
Der Autor Gerd Hurm schreibt: „Steichen ist eines der großen Rätsel der Moderne. Der in Luxemburg geborene, in Milwaukee aufgewachsene und in Europa und den USA erfolgreich arbeitende Künstler hat ein atemberaubend vielschichtiges Lebenswerk hinterlassen. Er wirkte als Kamera-Avantgardist und Pflanzenzüchter, Kriegsreporter und Kinderbuchillustrator, Modefotograf und Museumsdirektor, Ökologe und Konzeptkünstler, Textildesigner und Ausstellungskurator. Er setzte sich in seinem Schaffen ein für Pazifismus, Menschenrechte, multikulturelle Toleranz und die Gleichberechtigung der Geschlechter ein. So grundverschiedene Intellektuelle, Künstlerinnen und Künstler wie Auguste Rodin und Eleanor Roosevelt, Dorothea Lange und August Sander, Gerhard Richter und Angela Davis, Consuelo Kanaga und Sebastião Salgado reagierten auf Steichens Kunstprojekte mit Begeisterung oder überschwänglichem Lob. Gleichwohl ist auch im 21. Jahrhundert sein Gesamtwerk in der Bewertung so umstritten wie kaum ein anderes.“

Gerd Hurm, geboren 1958, ist Professor für amerikanische Literatur und Kultur, Leiter des Zentrums für Amerikastudien an der Universität Trier, Beiratsmitglied des Obama-Instituts der JGU Mainz und Fulbright-Vertrauensdozent. Zu seinen Schwerpunkten im Bereich der Amerikastudien zählen Literatur, politische Rhetorik, Stadt- und Geschlechterforschung sowie Medien und Kunst der Moderne. Er ist u. a. Mitherausgeber des hochgelobten Sammelbands „The Family of Man Revisited: Photography in a Global Age“ (2018).